Diverse Konzerne betrügen den deutschen Staat seit Jahren um Millionen. Wie tausende geheime Dokumente nun offenbaren, betrifft es nicht nur Amazon, sondern wesentlich mehr Unternehmen als ursprünglich gedacht. Möglich wird das ganze durch den Kleinstaat Luxemburg, der durchaus fragwürdige Finanzkonstruktionen zulässt.

Artikel online bei Amazon bestellt, Ware und Rechnung erhalten sowie fristgerecht bezahlt. Das ist der übliche Prozess beim weltweit größten Versandhaus. Doch wer sich die Rechnungen einmal genauer anschaut, wird schnell fündig.

Rechnung in Luxemburg erstellt

Der Grund, warum ihr Rechnungen aus Luxemburg (vorwiegend für digitale Medien), von Amazon erhaltet, ist so einfach wie „genial“: der Steuersatz für Einnahmen aus sogenannten intellectual property liegt dort bei gerade einmal 6 Prozent! Zum Vergleich: hierzulande werden satte 30 Prozent vom Gewinn abgezogen.

Die Unternehmen lassen sich also mit einer Zweigstelle in Luxemburg ab und verschicken von dort aus Abrechnungen. Dank einer langjährigen Steuervereinbarung, müssen Firmen ihre Steuerschuld nur noch in dem Land begleichen, von dem die ursprüngliche Leistung ausgegangen ist.

SchnäppchenDealer

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