Zu Weihnachten werden gerne einmal Mistelzweige über die Türen gehängt. Darunter stehen dann Pärchen, die sich küssen. Der Legende nach sollten diese Paare ein Leben lang zusammen sein. Doch woher kommt dieser Brauch eigentlich genau?

Die Mistel, der Halbparasit 

Die Mistel ist eigentlich gar kein so nettes Gewächs, denn man findet sie als Halbparasit auch gerne mal in Laubbäumen vor. Dort entziehen sie den Bäumen das Wasser und wichtige Nährstoffe. Dafür schiebt sie ihre Wurzeln in die Wasserkanäle des Baumes. Nur die Photosynthese betreibt die Mistel von selbst.

So ganz eindeutig geklärt ist es aber nicht, vorher der Brauch mit dem Küssen unter dem Mistelzweig kommt. Bei den Druiden war die Mistel beispielsweise so heilig, dass sie geschnitten und danach verbrannt wurde. Dadurch sollte sich die Prophezeiung der ewigen Liebe erfüllen. In der nordischen Göttersage wird der Lichtgott Baldur hingegen durch einen Mistelpfeil getötet. Zudem wird der Mistel eine heilende Wirkung nachgesagt. In Deutschland gehören Mistelpräparate zu den rezeptfreien Mitteln gegen den Krebs, die am häufigsten angewandt werden.

Positive Auswirkung auf die Fruchtbarkeit 

Werden die Zweige einer Mistel zusammengebunden und über einen Türrahmen gehängt, sollen zudem böse Geister verjagt werden. Außerdem soll sie sich auf die Fruchtbarkeit positiv auswirken, weshalb sich Paare heutzutage gerne darunter stellen und sich küssen. Gerade in Europa ist dieser Brauch weit verbreitet. Und selbst, wenn man selbst noch nie einen Mistelzweig an einem Türrahmen hängen gesehen hat, gehört hat von dieser Tradition wohl jeder schon mal.

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