Das Ganze begann als Kunstprojekt und wird einen Saarländer wahrscheinlich viel Geld kosten. Für ein Videoprojekt turnte der Künstler aus dem Saarland in einer katholische Kirche herum. Jetzt soll er eine Geldstrafe bezahlen. 

Geldbuße von 700 Euro 

Ihm wird Hausfriedensbruch, sowie Störung der Religionsausübung vorgeworfen. Eine Richterin des Amtsgerichts in Saarbrücken sagte, er habe an diesem Tag eine Grenze überschritten. Und verhängte daraufhin eine Geldbuße von 700 Euro an den Mann. Dem Angeklagten fehle das Gespür dafür, was im Umgang mit anderen angemessen sei, sagte sie weiter. Außerdem sei seine Tat nicht durch die Kunst- oder Meinungsfreiheit abgedeckt, denn, wenn ein Altar als Turnmatte genutzt würde, würde eine Missachtung zum Ausdruck gebracht werden. Die Kunstfreiheit könne ohnehin nicht überall und jederzeit verwirklicht werden.

Der besagte Künstler mit dem Namen Alexander Karle hatte zuvor bereits gegen eine Geldstrafe von 1.500 Euro Einspruch eingelegt und will auch das neue Urteil nicht hinnehmen und erneut in Berufung gehen. Zwar mag das was er getan hat Unfug gewesen sein, so seine Verteidigerin, jedoch hatte er niemanden damit beschimpft. Das Video, das der Künstler dazu gemacht hatte, konnte in einem Schaufenster angesehen werden. Darin macht er beispielsweise 27 Liegestütze auf dem Altar der St.-Johann-Kirche. Er selbst sagte später, es ginge ihm bei dem Video um Kunst, nicht darum irgendwie gegen die Kirche aktiv zu werden. Für den Künstler bleibt zu hoffen, dass sich die Aktion nach dem vielen Ärger nun überhaupt gelohnt hat.

“Alexander Karle “Pressure to Perform” (2016)”

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