Vor drei Jahren veröffentlichte das „Dr.Sommer-Team“ der Jugendzeitschrift „Bravo“ eine repräsentative Befragung von Jugendlichen im Alter von 11-17 Jahren. Dabei kam heraus, dass rund 14 Prozent der Befragten schon einmal Sex ohne Verhütung gehabt haben. An sich schon eine erschreckend hohe Zahl obschon in der heutigen Zeit mit seinem Informationsüberfluss und unzähligen Möglichkeiten der Recherche, solche Mängel durch Aufklären eigentlich überwunden sein sollten. Doch weit gefehlt. Die neueste Studie von 2009, welche am Dienstag in München vorgestellt wurde, führt erschreckendes zu Tag.

Denn die Zahl der Jugendlichen, welche schon einmal ohne Verhütung Sex hatten, verdoppelte sich auf 28 Prozent, was eine alarmierende Zahl ist. Von den 1220 befragten Jungen und Mädchen sind das gute 340 Personen, welche sich der Gefahr ausgesetzt haben, sich mit Aids anzustecken oder ungewollt schwanger zu werden. Mal von den vielen anderen Geschlechtskrankheiten ganz abgesehen.
Zudem ergab die Untersuchung, dass immer mehr Mädchen unzufrieden mit ihrem Äußeren sind. Von vormals 18 Prozent, hatten nun 27 Prozent der jungen Mädchen den Wunsch schlanker zu sein. Wobei etwa dreiviertel der Befragten ein absolut normales Gewicht hatten. Ob und inwiefern dieser Wunsch/Wahn von den unzähligen Castingshows im Fernsehen gefördert wird, ist unklar. Das ein kaum zu erreichendes Schönheitsideal propagiert wird und dadurch das sich, sowieso noch in der Entwicklung befindliche, Selbstwertgefühl der Jugendlichen gehemmt oder zum Teil völlig zerstört wird, ist eine Tatsache. Nicht umsonst haben etwa ein Drittel der befragten Mädchen ein negatives Gefühl und schlechtes Gewissen beim Essen.

Hier Abhilfe zu schaffen liegt nicht nur in der Hand der Eltern und Schulen. Einen Großteil der Verantwortung haben hierbei die Medien zu tragen, welche ausschließlich durch gezieltes Aufklären zu einer positiven Änderung in diesem gravierenden Problem führen kann.

SchnäppchenDealer

1 Comment on Verhütung? Was ist denn das?

  1. „Hier Abhilfe zu schaffen liegt nicht nur in der Hand der Eltern und Schulen. Einen Großteil der Verantwortung haben hierbei die Medien zu tragen, welche ausschließlich durch gezieltes Aufklären zu einer positiven Änderung in diesem gravierenden Problem führen kann.“

    Dem ist nichts hinzuzufügen!

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