Über Stress wird gerade sehr viel geredet und geschrieben. Gesundheits-Experten, Politiker und Journalisten reden sich die Köpfe über Burnout heiß. Krankenkassen und Firmen finden, dass die gestressten Mitarbeiter teuer werden. Prominente vom Starkoch bis zum Fußballtrainer berichten im TV über ihre Erfahrungen mit dem viel zu großen Alltagsdruck. Gegen den Stress an sich wird diese Aufmerksamkeit vermutlich wenig helfen. Die Fähigkeit, Stress zu empfinden, ist uns durch die Evolution mit auf den Weg gegeben worden. Ursprünglich hatte er eine wichtige schützende Funktion. Durch die Ausschüttung von Adrenalin, Cortisol und anderen sogenannten Stress-Hormonen waren unsere Vorfahren auf der Jagd, bei einem Angriff oder anderen Gefahren in der Lage, ihre Ressourcen kurzzeitig bis aufs Letzte zu mobilisieren. Auf die körperliche und geistige Hochleistungs-Phase folgten dann im besten Fall nachhaltige Entspannung und damit Stressabbau.

Dauerstress erzeugt statt Höchstleistungen Erschöpfung

In diesem Mechanismus liegt allerdings heute das Problem. Der Stress in früheren Zeiten war situationsgebunden, wechselte mit Entspannungsphasen ab und wurde vor allem durch die körperliche Bewegung wirksam abgebaut. Heutige Gestresste schlagen sich meist am Arbeitsplatz mit Dauerstress herum. Auf ein Endlos-Meeting folgt eine Auseinandersetzung mit den Kollegen, wer das fragliche Problem nun wirklich lösen soll. Der Chef, das laufende Projekt oder auch beide verlangen plötzlich Überstunden. Die gerade aktuelle Tätigkeit wird durch E-Mails oder Handy-Klingeln mehrmals unterbrochen. Auf den Stress-Tag in der Firma folgt die Entspannung vor dem TV oder am heimischen PC. Der Stress pegelt sich dadurch dauerhaft auf einem mittleren bis hohen Level ein und hat nicht etwa Höchstleistungen zur Folge, sondern erzeugt Gereiztheit, weitere Hektik und im schlimmsten Fall einen echten Burnout. Schlecht dabei ist auch, dass in den meisten Fällen der körperliche Ausgleich fehlt.

Effektive Zeitplanung um Zeit für sich zu schaffen

Falls du dich selber oft gestresst fühlst, macht es Sinn, sich mit den Ursachen etwas eingehender zu befassen. Kommt der Stress von außen, also von Schule, Uni oder Job? Falls das so ist, geh besser davon aus, dass du vieles, was „die anderen“ von dir wollen, sowieso nicht ändern kannst. Was du jedoch auf alle Fälle verändern kannst, ist dein persönlicher Umgang mit den verschiedenen Stress-Faktoren. Manchmal hilft schon etwas Planung, um den Stresspegel dauerhaft zu senken. Die Kalenderfunktion im PC oder Smartphone ist dafür übrigens nicht immer optimal: Ein Termin ist ebenso schnell eingetragen wie vergessen, die nächste Verabredung wird fast automatisch hinzugefügt, die nächste auch … Das Ergebnis besteht oft in vollgepackten Tagen, an denen ein Termin den anderen jagt.

Vielleicht hast du irgendwann einmal einen Wandkalender als Werbegeschenk bekommen? Ein solcher Kalender könnte hier eine gute Planungsalternative sein: Du siehst damit auf einen Blick, welche Zeitfenster du in einer Woche oder auch einem Monat noch offen hast. Mit etwas Disziplin und etwas „Grenzen setzen“ können diese für dich auch eine Menge freie, unverplante Zeit bedeuten.

 

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