Im April ging die Nachricht durch die Runde, dass Leute die Tür einer S-Bahn zugemauert hätten. Mittlerweile ist ein Bekennervideo bekannt geworden.

Bundespolizei nahm die Ermittlungen auf

Unbekannte hatten in Hamburg eine der Türen einer S-Bahn zugemauert. Entdeckt wurde es von dem Fahrer erst als er schon seine Tour von Altona nach Blankenese und zurück gefahren war. Dann wurde die Fahrt gestoppt und die Fahrgäste mussten aussteigen.

Die Bundespolizei hatte die Ermittlungen aufgenommen und in einer Mitteilung bekannt gegeben, dass die Ytong-Steine mit denen die Tür blockiert wurde mit einem Kleber verbunden seien und ebenfalls an der Türverkleidung festgeklebt wurden.

Ermittlungen zeigten, dass die Täter die Tür in der Nacht zumauerten, während der Zug auf einem Abstellgleis stand. Insgesamt 17 Steine waren exakt auf den Türbereich der S-Bahn zugeschnitten und professionell gestapelt worden. Ein Sprecher der Polizei sagte, es stecke durchaus handwerkliches Geschick dahinter. Eine Sprecherin der Bahn hingegen war nicht allzu begeistert und lies verlauten, dass Schadensersatz eingefordert werde, sollte der Täter gefunden werden.

Bekennervideo zeigt wie alles passiert ist

Mittlerweile hat eine Künstlertruppe ein Video ins Netz gestellt, das die Aktion dokumentiert hat. Das etwas sechs Minuten lange Video zeigt auch die Reaktion der Fahrgäste, die vor der zugemauerten Tür stehen als sie in den Zug einsteigen wollen. Die Künstlergruppe, die als Urheber des Streichs genannt wird, sind „Moses & Taps“, welche ihre Aktion als Projekt „The Wall“ bezeichnen. Dabei handle es sich um einen kritisch hinterfragenden Vandalismus, der die Leute dazu anregen soll über Sachbeschädigung nachzudenken.

Warum genau die Täter sich nun zu ihrer Aktion bekannt haben, konnte die Polizei nicht sagen. Die Täter seien in solchen Fällen meist Teil einer Szenegruppe und würden mit den Videos versuchen im Internet Ruhm zu erlangen. Sollten sie gefasst werden, drohen den Tätern bis zu fünf Jahre Gefängnis und hohe Geldstrafen.

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