Klar ist es verwerflich, wenn man bei Primark einkaufen geht, wenn man weiß, dass die Näher und Näherin in Indien oder sonst irgendwo ausgebeutet werden. Oder wenn man irgendwo mal gelesen hat, dass die Hosen oder T-Shirts Giftstoffe enthalten könnten. Auch ist es furchtbar, wenn man durch die Primarks läuft und sich dort nicht einmal in einer Umkleidekabine umziehen kann, weil alles überlaufen ist. Direkt im Primark riecht es dann meist auch unerträglich und alle Leute stehen sich auf den Füßen. Aber Hand aufs Herz: das alles nimmt man doch freiwillig in Kauf, wenn man dann für 50 Euro sich den ganzen Kleiderschrank vollmachen kann. Anstatt vielleicht nur ein Teil bei anderen Einkaufshäusern zu bekommen, geht man bei Primark für 50 Euro gleich mit mehreren Shirts, Oberteilen, Hosen oder Schuhen raus. Heute morgen um 11 Uhr war bei knallender Sonne dann auch der altehrwürdige Alexanderplatz in Berlin voller Menschen. Der Grund: Neueröffnung von Primark am Alexanderplatz Berlin. Den vielen negativen Schlagzeilen zum Trotz eröffnete in Berlin gleich der zweite Primark und wie schon in der Schlossstraße, war auch der Primark am Alexanderplatz sofort rappelvoll. Das zeigt einmal mehr, dass es den Käufern und Schnäppchenjäger egal ist, wer unter welchen Umständen und zu welchen Hungerlöhnen ihre Klamotten näht. Da waren die Menschen, die im Primark am Alexanderplatz einkaufen in der Überzahl gegenüber den Personen, die vor dem Primark gegen die „Machenschaften“ und die „Ausbeutung“ der Primark-Näher demonstrierten.

SchnäppchenDealer

2 Comments on Neuer Primark am Alexanderplatz in Berlin

  1. Da unterscheidet sich dieses Geschäft leider kaum von all den andere, die günstige Klamotten anbieten. Bei machen kommt es nur eher an die Öffentlichkeit.

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