Das britische Unternehmen CMC Markets plante schon vor 10 Jahren den Gang an die Börse, doch angesichts der damals sehr angespannten Lage am Aktienmarkt, entschied man sich letztendlich dagegen. Jetzt wagt das Unternehmen einen neuen Anlauf, und man darf gespannt sein, ob das Vorhaben diesmal gelingt.

CMC wurde 1989 in Großbritannien gegründet

Gegründet wurde das Unternehmen CMC Markets im Jahr 1989 in Großbritannien vom Selfmade-Milliardär Cruddas. Dieser war in seinem Land kein unbeschriebenes Blatt, denn er sorgte in der Öffentlichkeit häufiger für Schlagzeilen.

Einen großen Spendengeld-Skandal gab es, als er als Schatzmeister der Konservativen fungierte, er legte daraufhin sein Amt im Jahr 2012 nieder. Es ist bekannt, dass Cruddas nicht unbedingt ein Fan der Europäischen Union ist.

Es ging sogar so weit, dass er im vergangenen Jahr bereit war, eine Summe von knapp einer Million Pfund zu spenden, damit eine Kampagne unterstützt werden kann, die für Großbritanniens Austritt aus der Europäischen Union wirbt.

Anleger können auf Aktienkurse und Währungen wetten

In Deutschland ist CMC ebenfalls tätig und bietet so genannte CFDs an, das sind Differenzkontrakte. Anlegern ist es damit möglich bei Aktien oder Währungen auf Gewinne oder Verluste des Kurses zu spekulieren. Mehr Infos gibt es auf www.cmcmarkets.de.

Mit geringem Einsatz sind durchaus große Gewinne denkbar, denn die Kunden erwerben Produkte, die man nicht an den regulierten Börsen bekommt, außerdem werden Wetten gehebelt. Im letzten Jahr wurde die Kursgrenze für den Schweizer Franken aufgehoben, das führte zu großen Verlusten bei den Kunden von CMC Markets.

Im zweiten Anlauf an die Börse

Jetzt ist in London bekannt geworden, dass der Online-Broker CMC Markets einen erneuten Versuch starten will, sich an der Börse zu etablieren. Es ist geplant, Anlegern Aktien im Wert von bis zu 266 Millionen Euro zu offerieren.

Berücksichtigt man den Preis der Aktien, so kann man das Unternehmen mit rund 930 Millionen Euro bewerten. Cruddas ist von seinem Vorhaben diesmal sehr überzeugt, obwohl Beobachter erneut Störungen erwarten. Cruddas beruft sich auf die zuletzt starke Bilanz und die gute Vorbereitung auf eventuelle Unruhen.

Den Börsengang unterstützen die Großbanken RBC, Goldman Sachs und Morgan Stanley. Es ist geplant, dass sowohl Goldman, der im Jahr 2007 bei CMC einstieg, als auch Cruddas eigene Anteile verkaufen werden.

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