So ist das im Sommerloch. Wer sich den Blog www.rumsabbeln.de in den letzten 14 Tagen mal angeschaut hat, der wird es gemerkt haben. Ja, auch ein Blogger/in fällt in ein kleines Loch. Die Schreibblockade übermannt einen, wenn man sich die Nachrichten aus aller Welt so anguckt und man möchte einfach nur kotzen. Nichts als Müll liest man. Egal wo man hinblickt, beherrscht nur ein Thema die Medien. Michael Jackson. Ja, er war ein großer Entertainer, Sänger und so weiter. Halt der King of Pop. Aber langsam sollte es doch mal gut sein. Eigentlich ist es doch so, dass es niemanden interessiert was seine Kinder machen, ob sein Vater das Sorgerecht für diese bekommt und neue Michaels generiert, ob Debbie Rowe für zwei der drei Kinder verantwortlich gemacht wird oder ob Jacksons Mutter Katherine es erhält. Letzteres ist übrigens der Fall, laut neuesten Informationen des britischen „Sunday Mirror“. Sensation, Sensation.

Und genauso sensationslüstern stürzt sich die breite Masse auf alle Nachrichten eines armen verstorben Mannes mit einer nicht sehr berauschenden Kindheit, und aus Profitgier gelenkt, wirft einem die Presse immer abstrusere Theorien über sein Ableben vor, nur um die einzige Attraktion/Ereignis im Sommerloch halbwegs aufrecht zu erhalten. La Toya Jackson soll behauptet haben Michael ist ermordet worden, weil er tot mehr wert ist als lebendig und sie wisse auch wer es war. Wer es glaubt.

Mir wächst da eine Feder. Und auch die übrigen anderen News sind nicht gerade erwähnenswert. Oder interessiert es wirklich jemanden ob Tokio Hotel Drummer Gustav, in einer Magdeburger Diskothek mit einer Bierflasche verkloppt wurde?
Oder ist es wirklich inhärent, was unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel während ihrer politischen Dienstjahre für Mode trug? Ist es wichtig zu wissen, wie der große Radsportler Lance Amstrong sein jetziges Astana-Team diskreditiert und sich selbst damit in Verruf bringt?

Reicht es nicht langsam zu hören, dass die Deutsche Wirtschaft durch die anhaltende Finanz-/Wirtschaftskrise am Boden liegt und das der meiner Meinung nach viel zu junge Bundeswirtschaftsminister von und zu Guttenberg, Opel trotz Wunschkandidaten Magna und recht aussichtsreichem Konzept, immer noch Steine in den Weg legt?

Sicher, es gibt auch traurige Meldungen, wie aus Frankreich, wo ein Kleinkind in Grenoble in einem Waschsalon nach einer schleudernden Waschmaschine griff und sich dabei den Arm abriss.

Schlimm ist es auch zu hören, dass US-Zoos, nach massiven Kürzungen staatlicher Finanzhilfen, mit der Tötung all ihrer Tiere drohen. Doch so richtig berichtenswert ist es nicht. Eine tolle Sache hingegen ist das Desertec Projekt mit dem Solarstrom aus der Sahara. Super Sache, doch auch hier wieder von den großen und mächtigen Energiekonzernen lanciert um sich ihren Status in der Wirtschaft zu sichern und nicht mit ehrbaren Absichten um aus der Welt eine sauberere zu machen. Man bräuchte eine Fläche von 300 x 300 Km Größe, ausgestattet mit Solarkolektoren, um den Strombedarf der gesamten Erde abzudecken. Aber es ist so wie die „Lausitzer Rundschau“ (sponsored by Vattenfall) schreibt: „Strom ist Geld und Geld ist Macht. Wenn der Strom nach Norden fließt, an wen fließt dann das Geld? Und wessen Macht festigt es? Profitieren wieder einmal nur die industrialisierten Länder?“
Das sind Fragen von Wichtigkeit, nicht welcher Star irgendwann einen Furz gelassen hat, oder dass X-Promi Kader Loth die Pauli-Partei unterstützt.

Sicherlich sind solche Nachrichten für den einen oder anderen schon interessant, und dieser Artikel ist eher subjektiv als allgemein geschrieben aber dennoch sollten wir alle mal darüber nachdenken, wie man so ein Sommerloch anders füllen könnte.
Ich werde mich in dieser Woche öfter in die Sonne legen, wenn ich sie finde. Denn das ist ja auch so eine Sache in diesem Sommer. Laut Wetterbericht soll es ja zum Ende der Woche richtig toll werden. Doch dem kann man auch nicht mehr trauen, so oft wie der daneben lag.

SchnäppchenDealer

1 Comment on Nachrichtenmüll füllt das Sommerloch

  1. Na holla die Waldfee,
    tolle zusammenfassung der belanglosesten Nachrichten. Gleichzeitig aber auch eine gelungene Gegenüberstellung dessen was „zählt“.
    Politisch schön unkorrekt geschrieben, dafür amüsant und unterhaltsam zu lesen.

    p.s.: der nächste Skandal kommt bestimmt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.