Wenn man Urlaub auf Kreta macht, dann wird man bei einem einzigen Aufenthalt auf der Insel längst nicht alles entdecken können. Man muss also mit Bedacht auswählen, welche Ausflüge man unbedingt machen möchte. Ganz oben auf der Liste vieler Kreta-Urlauber steht die Samaria-Schlucht, die sich im Westen der Insel befindet.

Europas längste Schlucht

Die Samaria-Schlucht hat eine Gesamtlänge von etwa 13 Kilometern, damit ist sie die längste Schlucht in Europa. Ein Durchwandern der berühmten Schlucht in den Weißen Bergen ist nur zwischen den Monaten Mai und Oktober durchqueren, denn in den übrigen Monaten kann sie mit Wasser gefüllt sein.

Ausgangspunkt für die Wanderstrecke von rund 16 Kilometern ist in einer Höhe von etwas über 1.200 Metern in der Ortschaft Xyloskalo. Die Strecke führt dann durch den gleichnamigen Nationalpark bis zum Dort Agia Roumeli am Lybischen Meer. Von hier fahren dann regelmäßig Boote nach Chora Sfakion. Da Start und Ziel nicht an der gleichen Stelle sind, sollte man nicht mit dem Mietwagen anreisen, sondern lieber einen Bus oder einen organisierten Ausflug vorziehen.

Die Wanderung durch die Samaria-Schlucht

Man sollte spätestens um 11 Uhr mit der Wanderung beginnen, da man sonst die letzten Boote nicht mehr erreicht und eine Übernachtung in Agia Roumeli einplanen muss. Auf der gesamten Strecke gibt es Wächter, die man auch jederzeit um Hilfe bitten kann. Außerdem wurden einige Wasserquellen für die Besucher zugänglich gemacht, damit sie etwas trinken können.

Erwachsene zahlen einen Eintritt von rund fünf Euro, Besucher bis 15 Jahre haben freien Eintritt. Die Eintrittskarte ist gut aufzubewahren, denn man braucht sie auch am Ausgang, denn nur durch das Vorzeigen kann sicher gestellt werden, dass am Ende des Tages niemand mehr in der Schlucht unterwegs ist. Um die Sauberkeit zu gewährleisten, finden die Wanderer entlang der Strecke genügend Mülleimer und auch Toiletten in regelmäßigen Abständen.

In der Schlucht sind die Wege zum größten Teil steinig, dennoch kann man sie eigentlich gut zu Fuß bewältigen. Allerdings sollte man Kinder unter acht Jahren nicht mit auf die Wanderung nehmen, für sie ist der Marsch doch zu beschwerlich. Da man nur bergab wandert, ist die Strecke zwar lang, jedoch nicht anstrengend. Nur wenn man mit dem Kreislauf oder den Knien Probleme hat, sollte man auf die Wanderung lieber verzichten.

Gerade auf den ersten drei Kilometern muss man vorsichtig sein, hier muss man sich auf rutschigen Steinen durch das Flussbett fortbewegen. Für die komplette Wanderung muss mit einer Dauer von mindestens sechs Stunden gerechnet werden, wenn man die Pausen mitzählt, die reine Laufzeit beträgt drei bis vier Stunden. In den Sommermonaten kann es sehr heiß werden, deshalb unbedingt genügend trinken und einen guten Sonnenschutz nicht vergessen. Feste Schuhe sind unerlässlich, außerdem ist Verpflegung einzupacken, da es auf der Strecke keine gastronomischen Angebote gibt.

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