Gründergeschichten

Gründergeschichten können manchmal recht ungewöhnlich sein. Das haben spätestens diejenigen gezeigt, die sich in die „Höhle der Löwen“ gewagt haben, um von der namhaften Jury ein Investment zu bekommen, um die eigene innovative Produkt- oder Geschäftsidee entsprechend voranzubringen. Bevor die VOX-Erfolgsshow in 2016 in die dritte Staffel geht, sollen nun einige Details rund um die Start Up- und Gründerszene beleuchtet werden.

Die Gründer von Start-ups

Start Ups, die per Definition junge Unternehmen sind, die durch Eigeninitiative des kreativen oder innovativen Gründers eine Produktidee platzieren möchten, boomen. Grund genug, einmal näher hinzusehen. Denn bei genauer Betrachtung profiliert sich der typische deutsche Gründer. Dieser ist laut dem Deutschen Start Up Monitor 2015 nämlich männlich und im Schnitt 34,9 Jahre alt. Die Gründerinnen verwandeln erst langsam ihre Geschäftsidee zu einem Start Up-Business, sind aber mit durchschnittlich 35,1 Jahren nur wenig älter.

Diejenigen, die einmal Start Up-Luft geschnuppert haben, kehren nur selten wieder zurück in einen regulären Job, denn auf die Frage „Was würden Gründer tun, wenn sie ihr aktuelles Unternehmen aufgeben müssten?“, zeigt der Deutsche Start Up Monitor 2015 diese Antworten:

  • 80,5 Prozent würden weiterhin selbstständig arbeiten.
  • 68,6 Prozent würden sich noch einmal an die Gründung eines Start Ups heranwagen.
  • Nur 18,3 Prozent würden wieder in ein Angestelltenverhältnis zurückkehren.

Die Zukunft der Start Up-Szene sieht durch die Brille der Gründer selbst zweigeteilt aus: Während die Aufgabe des Geschäftsmodells sowie der Börsengang als eher unwahrscheinlich betrachtet werden, gaben 36,6 Prozent der Befragten an, „sehr wahrscheinlich“ dauerhaft im Unternehmen zu arbeiten oder alternativ das Geschäft zu verkaufen (19,4 Prozent).

5096 1
Abbildung 1: Details zu den Zukunftsszenarien zeigt diese Grafik.

Mit technischer Finesse oder einer guten Story zum Erfolg

„Software as a Service“ war bereits 2014 die Branche, die am häufigsten unter den Start Ups vertreten war und hält diesen Rang auch im Jahr 2015 wieder mit 15,3 Prozent. Daneben reihen sich eindeutig technisch ausgerichtete Kategorien wie E-Commerce, Softwareentwicklung sowie Online- und Mobile-Produkte. Gerade in diesem Sektor verfolgen die Gründer häufiger das Ziel, unabhängig zu werden – von einem unsicheren Arbeitsplatz, von festgezurrten Arbeitszeiten, von Vorgesetzten und Entscheidungen Dritter.

Gründen mit Leidenschaft

5096 2
Abbildung 2: Laut Pressespiegel schafften es die FREDsBRUDER Modelle aktuell im Juni 2015 in das Schuhmagazin.

Wer allerdings auf Basis einer Herzblut-Alternative heraus gründet, dem muss das nicht zum Nachteil werden, wie die Geschichte von FREDsBRUDER zeigt. Hinter dem Label steckt Constanze Alef, Geschäftsführerin der FREDsBRUDER GmbH, die ihre Taschen international vertreibt. Und so kam es zum Markennamen, der inhaltlich viel mehr als nur ein Label ist: Constanze Alefs Begleiter ihres ersten Lebensjahres war Fred, das kuschlige Nilpferd. Doch nach einem Jahr zog er fort, oder besser gesagt: Er ging verloren und bescherte Constanze Alef viele Tränen – bis eben Freds Bruder in Constanze Alefs Arme hüpfte und als ebenfalls grünes Kuschel-Nilpferd zum neuen, ständigen Wegbegleiter wurde. Mit jeder Tasche, die nun gefertigt und vertrieben wird, soll ein Produkt kreiert werden, das dieselbe enge Verbindung zum Besitzer hat wie das grüne Nilpferd Fred.

Fazit: Die Gründerszene ist Vielfalt pur

Mit Blick auf diese Geschichte oder andere Start Ups wie Lilly Singh, die mit ihrem Youtube-Kanal erfolgreich durchstartete, zeigt sich: Die Gründer-Szene kann auch ein Mekka für viele unterhaltsame Ideen oder Produkte sein, die Suchtcharakter haben.

Abbildung 1: Screenshot, Deutscher Start Up Monitor 2015, Seite 29.

Abbildung 2: Screenshot, FREDsBRUDER

SchnäppchenDealer

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.