Man stelle sich einmal die Hauptstadt ohne Fernsehturm vor. Oder ohne den Reichstag. Oder gar ohne das Brandenburger Tor. Oder gar ohne die Mauer, die einst Berlin in Ost und West trennte. Unvorstellbar? Nicht ganz, denn das Szenario könnte schon in wenigen Tagen real werden. Denn die berühmte East Side Gallery, also die Überreste der Berliner Mauer soll weg und an einem anderen Ort wieder aufgebaut werden. An der Stelle der ehemaligen Mauer, dort wo einst auf dem Todesstreifen Menschen bei der Flucht aus der DDR gestorben sind, sollen bald ein Luxus-Appartment stehen. Bereits am Freitag (1.März) wurde mit der Demontage der East Side Gallery begonnen. Wenn man nun direkt an der East Side Gallery vorbeifährt, klafft dort nun ein großes Loch, denn Bauarbeiter und ein Kran haben am Freitag mit dem Abriss des langen Mauerstücks begonnen.

Der komplette Abriss wurde nach Protesten von hunderten Demonstranten erst einmal gestoppt. Vorerst sollen die Bauarbeiten am Teilabriss der Mauer nicht fortgesetzt werden, denn die Politiker wollen noch einmal entscheiden, ob die East Side Gallery und damit ein Teil der Berliner Kultur weg muss oder erhalten bleiben darf. Also entweder bleibt ein Stück Geschichte der BRD und der DDR erhalten oder man hat dort bald eine Luxuswohnung und eine Fußgängerbrücke. Die Entscheidung fällt schwer, oder? Auf 20 Metern fehlt bereits die obere Kante der ehemaligen Mauer und nun gibt ein großes Loch den Blick auf die Spree frei.

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