Wer kennt nicht den italienischen Renaissancekünstler Leonardo da Vinci, der am 15. April 1452 in der Stadt Vinci das Licht der Welt erblickte. Er wurde nach seinem Tod durch Werke, wie „Das Abendmahl“ und die „Mona Lisa“ berühmt. Die Stadt Vinci profitiert bis heute von dem bedeutenden Mann. Doch seit Neuestem gibt es in Vinci auch noch eine andere Attraktion- den „Autoparco dell’amore“. Europas erster Liebes-Parkplatz für Alle die Sex im Auto bevorzugen.

Das bedeutet für die 14.000 Einwohner der Stadt und auch für die anderen Menschen der angrenzenden Orte kein Sex mehr auf dunklen Waldwegen, oder abgelegenen Einbahnstraßen. Der Ein, oder Andere fragt sich nun wahrscheinlich: Warum machen es die Italiener nicht einfach zu Haus? Der Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat die Antwort parat: „Wohl jeder Italiener hat sein erstes Liebesspiel auf vier Rädern erlebt“ Genauer gesagt vollziehen rund 70 Prozent der italienischen Jugend ihren ersten Geschlechtsakt im Auto. Das liegt daran, dass Italiener Familienmenschen sind. Ca. 75 Prozent aller jungen Erwachsenen zwischen 18 und 25 Jahren leben noch zu Haus bei ihren Eltern. Im Alter von 35 verfügen 35 Prozent der Italiener ebenfalls über keine eigene Wohnung. Daher wird sich halt mit dem Partner im Auto getroffen. Einige Autohersteller statten daher ihre Kleinwagen mit zurückklappbaren Sitzen aus. Doch viele Sex-im-Auto-Liebhaber fürchten sich allmählich und fühlen sich nicht mehr sicher. Ein Grund dafür sind wahrscheinlich auch die, vor einigen Jahren passierten, Morde an vielen ihrer Artgenossen. 30 Kilometer von Vinci entfernt im kleinen Örtchen Scandicci ging ein Schlächter mit Namen Pacciani auf mehrere Pärchen los. Er spürte die Liebesturtelnden auf und ermordete sie brutal. Diese Mordserien sorgten für internationales Aufsehen.

Ein Nachteil des Liebesspiels im Auto sind verschmutzte Straßenränder und Grünflächen, wo benutzte Taschentücher ihre Bestimmung verraten. Besonders beliebt sind Parkflächen in Stadtparks oder bei antiken Ruinen. Obwohl strengstens verboten, ist beispielsweise die älteste Straße der Welt, die Appia Antica in Rom, abends und nachts das Ziel vieler Liebespaare. Damit niemand die Privatsphäre innerhalb des Autos durch neugierige Blicke stört, werden die Scheiben in der Regel mit Tageszeitungsseiten verhängt.

Um die Anwohner der Stadt und der Umgebung vor weiteren Schlächtern, Spannern und den Zorn der Eltern zu schützen, entschloss sich der Bürgermeister von Vinci Giancarlo Faenzi einen Liebes-Parkplatz einzurichten. Dafür ließ er einen ehemaligen Sportplatz umbauen. Der Parkplatz umfasst 172 Stellplätze und um diesen herum zieht sich ein hoher Zaun, der Unbefugten den Zutritt verwehrt. Ein kommunaler Ordnungshüter bewacht den Parkplatz und nimmt seine Aufgabe nach Einbruch der Dunkelheit sehr ernst. Einzelfahrer dürfen das Gelände nicht betreten, da es sich hierbei um Spanner handeln könnte. Außerdem wird der Parkplatz mit indirektem Licht beleuchtet, „Auf diese Weise kann man sein Gegenüber im Auto sehen, aber nicht die anderen Leute in den benachbarten Pkw“, erklärt der Bürgermeister. Eine Vielzahl von Mülleimern sorgen dafür, dass Papiertaschentücher – die ein Zeichen für ein vollzogenes Liebesspiel sind – nicht auf dem Asphalt landen.

Na ja, die Romantik ist auf solch einem Parkplatz zwar völlig hinüber, aber die jungen Italiener haben dadurch wahrscheinlich ein Problem weniger. Unser eins überlegt nun vermutlich: Man fährt doch extra an den Waldesrand um mal ungestört an fremden Plätzen (und nicht nur im Schlafzimmer) Sex zu haben. Jetzt muss man für den Sex auf dem Parkplatz auch noch bezahlen, zumal die ganze Spannung, erwischt zu werden weg ist. Der Ein oder Andere findet es eventuell toll sich zwischen Schaltknüppel und Rückbank zu vergnügen, doch ich persönlich kann mit Sex im Auto nichts anfangen- zu unbequem 😉

SchnäppchenDealer

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