Am 13.Februar messen sich zum fünften Mal 16 Bands aus 16 Bundesländern bei Stefan Raabs Bundesvision Song Contest. Der BuViSoCo wurde als Konkurrenzwettbewerb zum eher drögen Eurovision Song Contest ins Leben gerufen. Raab will mit der Veranstaltung vor allem deutsche Künstler helfen und fördern, daher muss jeder Teilnehmer am BuViSoCo mindestens 50 % des Liedes in Deutsch singen. Da im letzten Jahr die Folk-Metal Band Subway to Sally aus Brandenburg den Contest gewann, findet der Wettbewerb dieses Jahr in der Potsdamer Metropolis-Halle statt. Ich bin gespannt, wer dieses Jahr gewinnt. Als Favoriten gelten sicherlich Polarkreis 18, Peter Fox und RAGE. Meine persönlichen Favoriten: Fotos und Chapeau Claque!

Die Teilnehmer und Songs im Überblick:
Cassandra Steen – Darum Leben wir (Baden-Württemberg)
Cassandra sollte dem Musikfan noch als Sängerin von Glashaus bekannt sein, auch als Solokünstlerin hat sie sich einen Namen gemacht, so brachte sie mit Bushido 2005 die erfolgreiche Single Hoffnung stirbt zuletzt heraus und war auch als Sängerin bei Freundeskreis zu hören. Neben Silbermond und Juli kann man den Song einordnen.

Claudia Koreck – I wui dass du woasst (Bayern)
Wer bayrisches Radio hört, der kam in den letzten Jahren nicht an ihr vorbei. Für die „Preußen“ sollte Claudia Koreck allerdings zu ungewohnt klingen, denn sie singt im bayrischen Dialekt.

Peter Fox – Schwarz zu blau (Berlin)
Peter Fox sollte neben Polarkreis 18 Favorit auf den Gewinn sein, nicht nur, dass er mit der Band Seeed den Contest schon gewann, sondern auch als Solokünstler machte er sich vor allem mit Alles Neu einen Namen. Obwohl ich denke, dass das melankolische Schwarz zu blau für den Hörer etwas düster klingen könnte. Berlin, du kannst sooooo hässlich sein!

Sven van Thom – Jaqueline, ich hab Berlin gekauft (Brandenburg)
Sein Song Trauriges Mädchen wurde in den ProSieben-Trailern Ende letzten Jahres hoch und runter gedudelt. Als Sänger und Gitarrist war er bei Sofaplanet (Liebficken) und Beatplanet tätig.

Flowin Immo et les Freaqz – Urlaub am Attersee (Bremen)
Ein Veteranen des deutschen Hip Hops. Doch der breiten Masse wird er zu unbekannt sein und wir haben in den letzten Jahren gelernt, dass die BuViSoCo-Zuschauer lieber was Rockiges hören wollen. Außerdem schafften es die Bremer nie auf einen der vorderen Plätze, ich gehe davon aus, dass es sich in diesem Jahr nicht ändern wird!

Deichkind – Luftbahn (Hamburg)
Die Remmidemmi-Macher sind auch schon zum zweiten Mal beim Contest, beim ersten Anlauf landeten sie aber enttäuschend auf Platz 14. Ihr Luftbahn-Song geht wie Remmidemmi und Arbeit nervt richtig gut ins Ohr.

Fräulein Wunder – Sternradio (Hessen)

Die jüngsten Teilnehmer des Contests hatten im August 2008 einen kleinen Hit – der Song Wenn ich ein Junge wär schaffte es bis auf Platz 16 der Charts. Am aktuellen Album arbeiten unter anderem auch Inga Humpe und Uwe Fahrenkrog-Petersen mit, da sollte der Erfolg schon garantiert sein!

Marteria – Zum König geboren (Mecklenburg-Vorpommern)
Sie sind normalerweise die Vorband von Peter Fox und können eventuell sogar einmal vor ihm landen…glaub ich aber kaum! Letztes Jahr gab es für Meck-Pomm ja noch Jennifer Rostock, eine meiner Lieblingsbands!

Fotos – Du fehlst mir (Niedersachsen)
Hurra, die Fotos! Ihnen ist der Erfolg nur zu gönnen, denn ich mag sie sehr…auch wenn sie gar nicht aus Niedersachen kommen! Natürlich werden die eingefleischten Indie-Fans nach „Ausverkauf“ rufen!

Rage – Gib Dich nie auf (Nordrhein-Westfalen)
Heavymetal! Nicht ganz meine Musikrichtung, aber beim BuViSoCo haben die härteren Töne in den letzten Jahren immer wieder die Spitzenpositionen eingenommen. Unbekannt dürften auch sie nicht sein, denn mit Straight 2 hell lieferten sie den Soundtrack für den Schuh des Manitus. Außerdem hab ich gesteckt bekommen, dass Rage einer der bekanntesten Heavy-Metal-Bands Deutschlands ist. Von daher glaube ich sogar an die Spitzenposition!

Pascal Finkenauer – Unter Grund (Rheinland-Pfalz)
Pascal kennt man ja vor allem durch seine Zusammenarbeit mit den Fetten Broten. Bei Insidern gilt er übrigens als Geheimtipp auf den Sieg beim BuViSoCo.

P:lot – Mein Name ist (Saarland)
P:lot sagt mir persönlich NOCH gar nichts und das, obwohl sie im letzten Jahr bei MTV auf Heavy Rotation liefen! Alternativ-Pop-Musik hört sich aber schon einmal vielversprechend an! Besser als im letzten Jahr kann es ja nur laufen!

Polarkreis 18 – The Colour Of Snow (Sachsen)
Die Sachsen sind für mich Favorit, auch wenn Allein, Allein nur noch nervt. Favorit deshalb, weil die angesagten Newcomer aus dem letzten Jahr eben diesen Erfolg mit ihrer Durchbruchs-Single hatten. in einen bestimmten Stil kann ich Polakreis 18 eigentlich nicht einordnen, schön aber, dass erneut ein Orchester wieder an Board ist!

Angelas Park – Generation Monoton (Sachsen-Anhalt)
Angelas Park sind wohl die unbekanntesten Teilnehmer im ganzen Feld. Liegt auch daran, dass die Band noch ganz frisch auf dem Markt ist. Angelas Stimme ist schön eingängig…dennoch gilt für die junge Band wohl: Dabei sein ist alles…für mehr wird es wohl auch nicht reichen. Dass sie beim Contest antreten, ist auch schon ihr größter Erfolg, zuvor spielten sie nur auf Campus- und Stadtfesten. Im Sommer gewannen sie den Panikpreis der Udo-Lindenberg-Stiftung, ein Preis der junge Nachwuchstalente fördert.

Ruben Cossani – Bis auf letzte Nacht (Schleswig Holstein)
Groviger, abgefahrenen 60-er Jahre Pop. Allerdings weniger massenkompatibel und daher eher auf den hinteren Reihen einzuordnen!

Chapeau Claque – Pandora (Kiss Miss Tragedy) (Thüringen)
Mein Wunschsieger. Allerdings tritt Sängerin Maria eventuell mit dem falschen Titel an. Ich hätte mir lieber Storch gewünscht. Ich glaube aber, dass Chapeau Claque weniger Chancen auf den Endsieg hat, denn die experimentelle Musik von Maria ist wohl eher gewöhnungsbedürftig! 2006 trat Maria übrigens schon mit Northern Lite beim BuViSoCo an, damals aber eher wenig erfolgreich.

SchnäppchenDealer

2 Comments on BuViSoCo 2009: Die Teilnehmer im Überblick

  1. Beim BuViSoCo dürfen doch nur Bands auftreten, bei den 50% des Liedes auf Deutsch gesungen wird. Hmm, ich glaube da hat Polarkreis 18 ein Problem, denn ihr Song „The Colour of Snow“ ist zu 100% auf Englisch. Selbst ihr wirklich klasse Hit „Wir sind allein“ war nur zu vielleicht 20% auf Deutsch(ausschließlich der Refrain). Ich find die Band wirklich toll aber ich glaube da müssen die Fronten schon fair geklärt sein.
    Vielleicht kannst du ja nochmal ein bisschen recherchieren.

    bis denne

  2. an den Dresdner
    Northern Lites haben ihren Song letztes Jahr ja auch eingedeutscht, da wird es bei P18 nicht anders sein! lg

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