Was die „Großen“ können, können die Schüler erst recht. Die Schüler-Initiative „Bildungsblockaden einreißen“ ruft für den 12.November einen Schülerstreik in ganz Deutschland aus. Die Protestaktion fordert unter anderem kostenlose Bildung vom Kindergarten bis zur Volkshochschule, die Rücknahme des Abiturs in zwölf Jahren, die Begrenzung der Klassengröße auf maximal 20 Schüler und damit verbunden, die Einstellung neuer qualifizierter Lehrer. Auch ist das Schulsponsoring durch Unternehmen ein Dorn im Auge der Initiatoren. Es wird bundesweit mit 80000 demonstrierenden Schülern gerechnet, die zentrale Kundgebung wird dann am 12.11. um 11 Uhr in Berlin stattfinden. Bereits im Juni streikten mehr als 30000 Schüler im ganzen Land.

„Wir wissen, dass diese Forderungen erst durchgesetzt werden, wenn die Schülerinnen und Schüler lautstark auf ihre Situation aufmerksam machen. Deshalb rufen wir bundesweit zu einem Schülerstreik am 12. November auf. Zur Vorbereitung wird es eine bundesweite SchülerInnenkonferenz vom 10. – 12. Oktober geben. Den Aufruf dazu haben bereits 209 Organisationen und Einzelpersonen unterschrieben. Unter anderem René Rudolf, DGB Bundesjugendsekretär, DGB-Jugenden Sachsen, Niedersachsen, Berlin-Brandenburg, GEW-Berlin, Linksjugend [’solid] Baden-Württemberg, NRW, Sachsen, Stuttgart, das Aktionsbündnis gegen Studiengebühren sowie zahlreiche Schülervertretungen und Schüleraktionsgruppen aus vielen Städten.“ so Jenny Trost von der SchülerInnen-Initiative. Los geht die Demo in Berlin am Molkenmarkt, direkt am Roten Rathaus. Wer mitstreiken möchte, kann sich unter www.schulaction.org über die Protestaktion informieren. Auf der Seite gibt es auch alle Informationen zu den Streiks in den anderen deutschen Städten.

Die Idee ist gut, denn bei Unternehmen wie Siemens oder Daimler klappt dies ja auch und die Forderung der Initiative ist einleuchtend. Ich wünsche daher viel Glück bei der Aktion, der eine oder andere Politiker stärkt den Streikenden ja bereits den Rücken. Nun heißt es aber, möglichst viele Schüler und Schülerinnen zu aktivieren, denn je mehr bei dem Protest mitmachen, umso mehr Aufmerksamkeit bekommt die Aktion. Eventuell stehen ja dann am 12.November ganze Schulen leer…zu wünschen wäre es!

SchnäppchenDealer

8 Comments on 12.November 2008: bundesweiter Schulstreik

  1. Zwar hat ein Jeder hat das Recht zu streiken (selbst Beamte, wie man ja aktuell sieht), doch wie ich heute erfahren habe, dürfen Schüler dies nicht! Die Schule darf also verbieten, dass ihr zum Streik geht!

  2. hallo, ich finde die Info kam einfach zu spät an. Sehr viele haben davon nichts gewusst und wenn dann war es einfach zu spät..

    Man sollte es wiederholen denke ich…

  3. Hey Leute, ich war in München mit 3000-4000 menschen!!!
    Es war der Hammer! Obwohl wir es uns verboten wurde sind alle gegangen aus, aus meiner klasse sind 20 von 25 hingegangen!
    Wir sind vor andere Schule demonstrieren gegangen und haben alle Schüöer rausgeholt!!!
    WIEDERHOLEN!!!

  4. Es war unglaublich viele tausend schüler in ganz Deutschland haben demonstriert!!!wenn das mal nicht das Interesse der Öffentlichkeit erregt hat:)

    PS:Unsere Schulleitung wollte es uns verbieten allerdings haben bei uns die Lehrer gesagt das das Recht zu streiken zu den Grundrechten gehört und wir nicht belangt werden können solange wir uns entschuldigen….

  5. Sie dürfen es euch nicht verbieten. Lasst euch von euren Eltern aber ne Entschuldigung schreiben, sonst bekommt ihr einen unentschuldigten Fehltag eingetragen.

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