Mittlerweile läuft schon der dritte Akt des Affentheaters um ein weltbekanntes Selbstporträt des Makaka-Affen Naruto. Doch dieses Mal sind alle Beteiligten leer ausgegangen. Im Streit um das Urheberrecht hat ein US-amerikanisches Bezirksgericht nun zu Ungunsten des Affen und seiner Verteidigung entschieden.

Bild entstand bereits 2011

Rückblick: Das Bild, auf dem der Affe in die Kamera grinst, ist bereits 2011 entstanden und ging durch das Internet durch die Welt. Indirekt wurde das Bild vom britischen Tierfotograf David Slater aufgenommen. Auf seinem Trip entwendete der Affe ihm seine Kamera und nutzte sie für eine ganze Selfie-Reihe – Eine der Aufnahmen sollte dann sehr berühmt werden.

Da Slater mit dem Bild Geld machen wollte, vermarktete er die Aufnahmen auf seiner Website und gab sogar ein Buch damit heraus. Wikimedia hingegen aber stellte den Schnappschuss zum freien Download bereit, weshalb Slater 2014 klagte. Das US Copyright Office war auf der Seite von Wikimedia, denn sie könnten gar keine Werke registrieren, die von Tieren geschaffen wurden.

PETA verlor die Klage

Die Tierschutzorganisation PETA rollte das Ganze dann noch einmal grundsätzlich auf: Auch sie wollte, dass der Affe das Urheberrecht zugesprochen bekommt. Slater sollte sogar eine Entschädigung an den Affen zahlen! Doch nun verlor PETA den Streit vor einem US-Bundesbezirksgericht in San Francisco. Die Begründung: Man könne den Schutz von Gesetzten zwar grundsätzlich auch auf Tiere ausweiten, jedoch gebe es keinen Hinweis, dass dies auch beim Urheberrecht der Fall sei. PETA will sich damit nicht abfinden und kündigte an eine nachgebesserte Klage vorzulegen.

Slater beklagt währenddessen weiter, dass die Verbreitung des Bildes im Internet ihm viel Geld gekostet haben soll, da weniger Leute sein Buch gekauft hätten. Das lustige Selbstporträt des Hobby-Fotografen-Affen gibt es hier zu sehen.

SchnäppchenDealer

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