Google macht Ärzte bald überflüssig

Donnerstag, November 13th, 2008 Kein Kommentar
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Geht es nach Google, sind Ärzte demnächst schon überflüssig. Die Suchmaschine kann nämlich die Entstehung von Grippewellen noch vor offiziellen Daten von Ärzten, Gesundheitsbehörden und der Regierung erkennen. Die Idee ist recht simpel. Sollte eine Grippe im Anflug sein und die ersten, wenigen Menschen bereits an Husten, Schnupfen und Fieber leiden, suchen sie bei Google nach einem geeigneten Gegenmittel. Google wertet die Stichwortsuche aus und sollte sich in einem Bundesstaat die Suchhäufigkeit dieser Begriffe erhöhen, kann man an der Auswertung sehen, ob und wo sich die Influenza gerade ausbreitet. Die Ergebnisse erkennt man dann in der neuen Applikation Google Flu Trends, hier wird eine laufend aktualisierte Karte der Vereinigten Staaten angezeigt, wo denn gerade nach Grippethemen gesucht wird. Flu Trends spiegelt die Ausbreitung fast in Echtzeit wider, somit lässt sich die Grippeausbreitung meist sieben bis zehn Tage früher erkennen als die Prognosen der Gesundheitsbehörde Centers for Disease Control and Prevention und anderer Regierungsdaten zum Thema Grippe. In den betroffenen Bundesstaaten kann man sich so also schon recht zeitnah auf eine mögliche Influenza einstellen und die nötigen Gegenmaßnahmen treffen.

Marketingtechnisch könnten große Pharmaunternehmen dieses Horoskop/Prognose-System nutzen und in den jeweiligen betroffenen Staaten Werbeplätze kaufen, um ihr Medikament mit wenig Streuverlusten an den Mann zu bringen. Ebenfalls denkbar ist natürlich auch, dass gerade in den betroffenen Gebieten der USA die Preise für die Influenza-Gegenmittel preislich erhöht, um mehr Kapital zu machen. Aktuell gibt es diese Applikation nur für die Vereinigten Staaten, an einer Markteinführung in Deutschland und der ganzen Welt arbeitet man aber bereits.


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