Franjo Pooth verurteilt
Der ehemalige Saubermann an Verona Feldbusch/Pooths Seite, Franjo Pooth ist ein Jahr nach Bekanntwerden zahlreicher Vorwürfe vom Amtsgericht in Düsseldorf zu einem Jahr Gefängnis, wegen Bestechung verurteilt worden. Ein entsprechender Strafbefehl ist rechtskräftig und wurde zu Bewährung ausgesetzt. Zudem muss er 100.000 Euro Strafe zahlen. Na ob ihm das wirklich weh tut? Franjo akzeptierte die Verurteilung und erspart sich so einen langwierigen Strafprozess. Durch diesen Strafbefehl ist Herr Pooth nun wegen Untreue, Bestechung, Vorteilsgewährung und fahrlässiger Insolvenzverschleppung vorbestraft. Drei Jahre darf er sich nun nichts mehr zu Schulden kommen lassen, denn sonst wandert er ein und Verona müsste wieder zurück zu Dieter.
Als Bestechung wertete das Amtsgericht die Zahlung von 20.000 Euro an einen britischen Einkäufer und Vertreiber von Maxfield-Geräten. Als Vorteilsgewährung bzw. Korruption beurteilte das Gericht die Lieferung einer Heimkinoanlage an den Sparkassenvorstand. Die Verwendung von knapp 16 000 Euro Firmengeld für die Renovierung seiner Londoner Privatwohnung wurde vom Gericht als Untreue gesehen. Wie gemein.
Dass Franjo seinen Insolvenzantrag für Maxfield erst, nachdem es seit drei Monaten überschuldet war, einreichte, sah das Gericht als fahrlässige Insolvenzverschleppung an.
Zugute kam ihm sein „Teilgeständnis“, na ja, im Grunde war es mehr ein Bericht im „Focus“ als auch im „Sonntags-Express“, in dem er einräumte, dass es kostspielige Geschenke an Mitarbeiter der Stadtsparkasse Düsseldorf gab. Doch Franjo ist ja prominent und so kommt der Schlingel um eine größere Strafe herum.
Warum auch nicht. Berühmte/prominente Menschen können sich mit ihrem vielen Geld und den teuren Anwälten aus allen Problemen heraus-(kaufen)lamentieren. So wurde ja auch der Ex-Postchef Zumwinkel und Bundesverdienstkreuzträger lediglich zu zwei Jahren Bewährung und 1.000.000 Euro Strafe, wegen Steuerhinterziehung verurteil. Ich bin sicher, dass er die Mille als Peanuts aus der Portokasse bezahlt hat.
Wenn dann aber eine alleinerziehende Mutter von drei Kindern, welche von ihrem Mann, der ihr auch noch das gesamte Konto, ihre Ersparnisse, und die Fonds der Kinder leer geräumt hat, sitzen gelassen wurde, und beim Harz IV- Antrag nur eine Kleinigkeit falsch ausgefüllt hat, gleich mal die Hälfte gestrichen wird, sodass sie in diesem Monat nicht genügend zu Essen kaufen kann, mit der Miete in Verzug gerät, schon wieder, und im Endeffekt keinen anderen Ausweg sieht, als sich und ihre Kinder umzubringen, heißt es nur, selbst schuld. Klingt drastisch und ist auch nur als abschreckendes Szenario von mir ausgedacht, aber möglich wäre es.
Reelles Beispiel: eine Kassiererin wird, weil sie 1,30 Euro, zwei Flaschenbons die ein Kunde hat liegen lassen, fristlos entlassen und das sogar mit gerichtlichen Bestand. Sie hat die Bons, so das Gericht, wissentlich unterschlagen und somit dem Arbeitgeber recht gegeben mit deren Entlassung. Sicher gilt für jeden das gleiche Recht und die gleichen Gesetze, doch für die einen mehr als für die anderen. Manager dürfen Milliarden in den Sand setzen und bekommen noch astronomisch hohe Boni, andere Prellen den Staat um Millionen mittels Steuerhinterziehung, Franjo Pooth besticht die Sparkasse, betrügt und veruntreut Gelder und bekommt einen kleinen Klaps auf die Hände. Doch eine kleine Kassiererin steckt sich 1,30 Euro Flaschenbons ein und wird entlassen und wird in ihrem Leben vermutlich keine andere Arbeit mehr finden, da sie schon zu alt für den Job ist. Das nenne ich äußerst fair. Im Grunde haben die ganzen armen Hunde denen so etwas passiert und die später Hartz IV beantragen müssen doch nichts anderes verdient. Die wollen doch gar nicht anderes. Ein Hoch auf den sozialen Kapitalismus, ach nein, sozial war ja was anderes. Dann eben ein Hoch auf den Kapitalismus und Scheiß auf den armen Teil der Bevölkerung, gebt mir euer Geld und ich trete euch dafür kräftig in den Arsch.
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Ist zwar schon etwas länger her, aber trotzdem finde ich es gut, dass die Leute verknackt werden, die von Raffgier besessen sind.