Erste Hilfe kann sexy sein

Erste Hilfe geht auch sexy – das zeigte erst kürzlich des Arbeiter-Samariter-Bund in einem Video, in dem er für Erste Hilfe wirbt. Herzdruckmassage im Negligé, das findet aber auch nicht jeder lustig. Eine Sexismusdebatte war die Folge.

Angst, Erste Hilfe im Alltag anzuwenden

Jeder der einen Führerschein hat, muss irgendwann einmal einen Erste Hilfe Kurs absolvieren. Die wenigsten müssen ihr Wissen daraus später einmal anwenden und Jahre später wissen viele meist eh nicht mehr wie es funktioniert. Und die Meisten haben auch Angst etwas falsch zu machen.

In Deutschland liegt die Zahl derer, die eine Herzmassage bei einem plötzlich zusammengebrochenen Passanten anwenden würden lediglich bei 17 Prozent. Zum Vergleich: In den Niederlanden sind es ganze 65 Prozent. Doch wie schafft man es, den Helfern in so einem Fall die richtigen Schritte ins Gedächtnis zu rufen?

Musikvideo als Lösungsansatz 

Der Arbeiter-Samariter-Bund hat dafür eine sehr spezielle Lösung gefunden: Zusammen mit ProSiebenSat.1 wurde ein Musikvideo erstellt, das einen einprägsamen Text zum Thema Erste Hilfe enthält. Darin kommen Textstellen vor wie: „Vielleicht liegt er im Koma, vielleicht wacht er noch auf, vielleicht geht er heute noch drauf“, die auf den Beat von Robin Thickes „Blurred Lines“ gelegt wurden.

Zur zusätzlichen Hilfe tanzen im Hintergrund auch sexy Damen umher und zeigen in knapper Kleidung wie Erste Hilfe denn eigentlich funktioniert. Auch zu einem Song von Taylor Swift Tanzen und Singen die First Aid Ladies durch die Gegend.

„Fist Aid Ladies – Erste Hilfe kann auch sexy sein“

Lustig oder sexistisch?

So lustig das Ganze auch ist, viele finden das Video einfach nur sexistisch. Die Worte einiger Leute im Internet sind deutlich: „Einfach nur dumm und sexistisch, und das von einem sozialen Verband in Jahr 2016“, „Was für ein Müll. Peinlich. Ressourcenverschwendung. Sexistisch. Auch wenn möglicherweise ´sex sells´ ein Hintergedanke war, Sex hat mit Lebensrettung nicht zu tun“. Das Video findet jedoch auch Zuspruch: „…Außerdem wird eine ziemlich bunte Sexyness gezeigt: klein, groß, dünn, mollig, Mann, Frau….Ich finde das wirklich gut gemacht…“.

Der Arbeiter-Samariter-Bund sieht das alles gelassen. Man wollte mit dem Video vor allem Jugendliche erreichen und ihnen vermitteln, dass Erste Hilfe nicht schwer zu lernen sei und sogar Spaß machen könne. Zudem könne man sich die Songs leicht einprägen.

 

SchnäppchenDealer

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