Das ganze Leben vernetzen
Als ich mal wieder im Netz nach nützlichen oder unnützen Gadgets stöberte, fiel mir eine Seite bzw. ein Tool besonders ins Auge. Auf der Seite www.generalrobots.de werden nicht nur Roboter in den verschiedensten Ausführungen angeboten, sondern auch Tools für den PC, welche es ermöglichen jeden Gegenstand in seiner Wohnung, ja in seinem Leben, mit dem Internet zu vernetzen. Das machte mich neugierig und so recherchierte ich weiter. Sogenannte Ztamps und der dazugehörige Mirror machen es möglich. Doch wie funktioniert das und wer brauchts? Jetzt weiß ich es, eigentlich Jeder, oder auch gar Keiner. Wie man es nimmt. Ztamps (Stämps ausgesprochen) sind briefmarkengroße Aufkleber mit einem RFID-Chip, welcher via Funk mit dem “world wide web” kommunizieren können. Im Angebot bei generalrobots steht zu deren Verwendungsmöglichkeiten eine ganze Litanei von Anwendungen. So kann man zum Beispiel seine Kaffeetasse mit solch einem Sticker versehen und schon ist die Tasse „intelligent“ und kann eigene E-Mail schreiben oder auch den Kaffee selbst bestellen.
Doch wie genau funktioniert das? Der RFID-Chip wurde eigentlich als neue Generation für Preisschilder erfunden mittels derer man quasi ohne Kassierer Waren registrieren uns sich selbst abkassieren hätte können. Doch sie waren zu teuer und so finden sie heute hauptsächlich Anwendung in der Logistik, als Container-Siegel, bei Tieridentifikationen und auch seit November 2005 bei allen deutschen Reisepässen (E-Pass).
Die Hersteller der Ztamps, Violet (www.violet.net) hatte eine ganz andere Idee mit diesen Chips. So schreibt dieser: „Machen Sie Ihre Alltagsgegenstände interaktiv, intelligent und kommunizierbar.“ Wichtig ist hierbei aber nicht nur der Chip, sondern auch das Lesegerät, der sogenannte Mirror. Dieses Gerät (der Spiegel) sieht aus wie eine Untertasse und wird einfach per USB an den PC angeschlossen. Dann programmiert man über die Homepage von violet, seine Ztamps mit eigener Mail-Adresse und mit verschiedenen Funktionen, welche die Ztamps ausführen sollen. Das heißt zum Beispiel: Ztamp auf den Hausschlüssel kleben und der Freundin wird automatisch eine Mail geschickt, wenn man wieder Zuhause ist, oder Ztamp auf die Einkaufstasche heften und der Freundin wird vor dem Einkauf noch eine Einkaufsliste gesendet. Aber auch alles andere lässt sich vernetzen, so etwa die Zahnbürste, welche während des Zähneputzens nicht nur sagt „Ich muss noch zwei Minuten putzen“, sondern auch eine Mail an Twitter sendet und somit der Online-Community mitteilt, was ich gerade mache. Der Notizblock öffnet automatisch das Textverarbeitungsprogramm und der Kugelschreiber erzählt einem die neuesten Wirtschaftsnachrichten. Alles möglich. Man benötigt nur einen Breitband-Internetverbindung und einen PC mit Windows XP/Vista oder Linux oder einen Mac OS X.
Besonderes witzig ist es, wenn die Kaffeetasse eigene Mails bekommt und auch beantwortet. Faszination Technik pur. Im Ztamp-Paket enthalten ist, das Lesegerät „Mirror“, drei frei programmierbare Ztamps sowie zwei Nano:ztag, das sind Mikrohasen mit Ztamps, in unterschiedlichen Farben. Die Kosten belaufen sich auf rund 45€ plus Versandkosten.
Dieses Gadget ist auf jeden Fall ein Muss für jeden der im Job mit dem PC arbeiten muss aber auch für alle die Spaß an unnützen Computerspielereien hat. Traurig wird es nur für die Leute, bei denen die Kaffeetasse mehr Mail bekommt als man selbst.
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wow. was es alles gibt
interessanter Artikel, jetzt hab ich wieder was gelernt ^^