Klinsmann entlassen: Was zu erwarten war

Montag, April 27th, 2009 1 Kommentar
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Viel wurde in den vergangenen Wochen spekuliert, viele Fans und auch Feinde haben es ihm gewünscht und nun ist es Gewissheit. Jürgen Klinsmann ist seit heut morgen kein Trainer für den FC Bayern mehr. Nach der letzten Heimniederlage gegen Schalke (0:1) sah sich die Vereinsführung in der Pflicht genommen und trennte sich mit sofortiger Wirkung, nach nur zehn Monaten von Mr. America. Auf der Hompage des FC Bayern heißt es: „Der Vorstand sah nach den letzten Ergebnissen die Mindestziele für diese Saison gefährdet und hat sich deshalb zu diesem Schritt entschlossen.“ Die Entlassung gilt auch für Klinsmanns Assistenztrainer Martin Vasquez und Nick Theslof.

Klinsmann dazu: „Natürlich bin ich im Moment sehr enttäuscht. Trotzdem möchte ich mich von Herzen beim FC Bayern München, seinen Fans, den Trainern, den Spielern und den Mitarbeitern für eine ereignisreiche Zeit bedanken. Wir haben den Grundstein gelegt für die Zukunft. Ich glaube noch immer daran, dass die Mannschaft in dieser Saison Deutscher Meister werden kann.“

Ein Nachfolger wurde auch schon gefunden. Ein alter Bekannter, nicht nur für den FC Bayern. Jupp Heynckes wurde als Cheftrainer und Hermann Gerland als sein Assistent mit der Leitung der Lizenzspielermannschaft beauftragt. Beide werden am Dienstag das Training mit der Mannschaft beginnen. Heynckes betreute die Bayern schon von 1987 bis 1991 als Coach und war zuletzt (Januar 2007) bei Borussia Mönchengladbach tätig. Gerland trainierte bis jetzt noch die Drittliga-Mannschaft des FC Bayern.

Mit Pauken und Trompeten wurde Jürgen Klinsmann in München empfangen. Der gesamte Verein wurde wegen ihm umgekrempelt, neue Trainingsmethoden, die oft keiner verstanden hat, eingeführt. Klinsmann wollte das erfolgreiche Projekt mit der Deutschen Nationalmannschaft auf den FC Bayern eins zu eins umsetzten, doch das hat und konnte gar nicht klappen. Einen Verein zu coachen in dem die unterschiedlichsten Nationen und Kulturen vertreten sind, in dem manchmal ein Babylonisches Sprachgewirr herrscht, ist niemals mit einer Nationalmannschaft gleichzusetzen. Außerdem fehlte dem Hollywood-Schwaben eine ganz wichtige Komponente in dieser Rechnung und die war Jogi Löw. Denn ohne ihn hätte Klinsi auch nix mit der Nationalmannschaft gerissen. Und so verabschiedet Jürgen Klinsmann kleinlaut und mit einer „Dicken fetten Abfindung“ in noch unbekannter Höhe, denn Klinsis Vertrag wäre bis 30.Juni 2010 gelaufen. So muss der FC Bayern auch sein Lehrgeld bezahlen, da haben wenigsten alle was davon.
Wichtig ist nur, dass die Bayern in der kommenden Saison in der Champions-League spielen, alles andere ist egal.


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1 Kommentar zu “Klinsmann entlassen: Was zu erwarten war”

  1. Marcel sagt:

    Die Entscheidung der Bayern-Führung kam Wochen zu spät! Gegen Barca und Schalke kann man verlieren, doch wie sich der FC Bayern die komplette Saison gezeigt hat (fing ja schon in der Vorbereitung an), war absolut unwürdig. Wann gab es denn letztmalig soviele Niederlagen? Und vorallem soviele Vermeidbare? Gottseidank, ist die Spitze der Bundesliga dieses Jahr so schwach, bzw. so ausgeglichen, dass sich keiner absetzen konnte und Jupp im besten Fall dennoch Meister werden kann.

    Das “Projekt” Klinsi war seit Anfang an zum Scheitern verurteilt…
    Hoffen wir in der kommenden Saison auf die Kombo Schuster-Hitzfeld-Scholl^^

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